ProRegio Oberschwaben-Allgäu :: Beratung, Konzeption, Förderung der Landschaftsentwicklung und dem Naturschutz - Ravensburg
PROREGIO Oberschwaben

Hinweise zur pflegenden Bewirtschaftung

Schnitthöhe von 10 cm einhalten

Für die Pflege sollte der Messerbalken verwendet werden. Um Verletzungen des Bodens zu vermeiden und die direkten Tierverluste beim Mähen zu verringern, ist eine Schnitthöhe von mindestens 10 cm einzuhalten. Bei dieser Mahdhöhe ist auch beim Messerbalken der Verschleiß erheblich geringer.

Wo ist Extensivierung sinnvoll?

Bei Flächen, die an Fließgewässer und Seen angrenzen, steht die Vermeidung von Düngeeinträgen im Vordergrund. Späte Mähtermine im Sinne des Naturschutzes sind nur auf ertragsschwachen Standorten sowie flachgründigen oder nährstoffarmen Mooren sinnvoll. Gelingt die Entwicklung (Erhaltung) einer kräuterreichem Wiese, kommt dies dem Naturschutz und dem Landwirt entgegen, der das Heu gut für die Rinderfütterung verwerten kann.

Bunte Heuwiesen entwickeln

Die traditionelle Heuwirtschaft, wie sie noch vor 50 Jahren üblich war, kann dem Naturschutz als Vorbild dienen. Die Heuwiesen wurden meist im Sommer nur einmal gemäht und nur mäßig mit Festmist oder Jauche gedüngt (der hofeigene Dünger war für die Wiesen zu schade und wurde lieber auf dem Acker eingesetzt). Öhmdwiesen wurden traditionell zweimal gemäht, wobei der erste Termin um Johanni (24. Juni) gelegen hat. Wiesenkräuter werden durch eine PK-betonte Grunddüngung etwa mit Stallmist gefördert, während Stickstoff ungünstig wirkt. Dies erklärt auch, weshalb die Gülle- oder Volldüngung aus Artenschutzsicht nicht erwünscht ist. 

Nasswiesenpflege (PDF zum Download)