ProRegio Oberschwaben-Allgäu :: Beratung, Konzeption, Förderung der Landschaftsentwicklung und dem Naturschutz - Ravensburg
PROREGIO Oberschwaben

Verwertung des Heckenschnittgutes

Für die Verwertung des entnommenen Reisigs gibt es verschiedene Alternativen. Eine einheitliche Lösung, die beliebig auf andere Objekte übertragbar wäre, gibt es nicht. Deshalb muss die bestmögliche Verwertung immer für den Einzelfall geprüft werden. Was aus arbeitstechnischer Sicht Vorteilhaft und billig ist, muss nicht unbedingt auch ökologisch sinnvoll sein. Magere Standorte sind in unserer Landschaft nur noch selten zu finden, deshalb sollte das anfallende Material möglichst nicht in der Hecke selbst gelagert werden.

A: Material häckseln und verwerten

Verwendung in Heizanlagenn, als Auslauf für Pferdegestüt oder Mulch. Vorteil: gute Alternative, wenn zu viel Material anfällt, das man nicht auf der Fläche liegen lassen kann. Voraussetzung ist, dass man das Material selbst verwerten kann oder einen Abnehmer hat. Eventuell lassen sich die Hackschnitzel verkaufen. Nachteil: aufwändig und teuer, der finanzielle Erfolg ist von der Marktsituation abhängig.

B: Verbrennen

Die Richtlinien für das Verbrennen sind zu beachten (Waldabstände, Gemeinde und Feuerwehr informieren). Das Verbrennen muss eventuell genehmigt werden. Vorteil: gute Alternative, wenn wenig Material anfällt, und eine Verwertung über Hackschnitzel nicht lohnend ist. Nachteil: Feuer muss betreut werden. Dies kann arbeitsaufwendig sein. Zudem brennt das Material schlecht. Achtung: Das Material darf nicht zum Trocknen als Schwade oder auf einem Haufen überwintern und im kommenden Frühjahr angezündet werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Reisig schon von Tieren (Hasen, Vögeln, Igeln, Eidechsen) als Lebens- und Brutraum aufgesucht. Deshalb entweder sofort verbrennen oder verrotten lassen.

C: Anlage von „Benjes“-Hecken

Das Reisig wird als Schwade geschichtet abgelegt, daraus entwickelt sich eine neue Hecke. Individuelle Alternativen: Je nach Gegebenheit bieten sich für das Heckenschnittgut weitere Arten der Verwertung an. Teilweise kann es möglich sein, das grobe Material als Brennholz zu verwenden (verkaufen oder selbst verwerten). Eventuell können Bäume und starke Sträucher für einen geringen Preis an Selbstwerber abgegeben werden. Diese entnehmen die vorher markierten Bäume/Sträucher in eigener Arbeit und bezahlen den Wert des Holzes abzüglich ihrer Eigenleistung (etwa fünf Euro/Fm). Der eigene Arbeitsaufwand ist relativ gering.